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… kann das viele Ursachen haben. Oftmals reicht allein schon die Tatsache, dass man nicht kann, wenn man doch können sollen müsste. Und wie überall gibt es verschiedene Faktoren, warum es manchmal nicht so klappt mit der Darmentleerung wie man sich das erwünscht.

Verstopfung

Für jeden ist Verstopfung etwas Anderes. Die einen meinen dies schon, wenn sie nicht jeden Tag den Drang verspüren und dann auch Stuhl absetzen können. Für andere wiederum ist es dann Verstopfung, weil sie sich beim Toilettengang minutenlang quälen, oder weil es zu hart ist oder diejenigen die meinen, sich vollständig entleeren zu müssen. Eines sei an dieser Stelle schon einmal gesagt, Entleerungen müssen weder pünktlich stattfinden, noch müssen sie vollständig sein, geschweige denn regelmässig. Der Vollständigkeit halber – im medizinischen spricht man bei einer Verstopfung von einer Obstipation.

Träge Darmpassage

das was eigentlich gemeint ist, wenn man von Verstopfung spricht, hat viel mit Ernährung und Bewegung zu tun. In dem Fall  zu wenig Bewegung, zu wenig Ballaststoffe (Vollkorn, Gemüse, Obst, Getreide, Kartoffeln) und zu wenig Flüssigkeit.

Die Psyche und ihr Einfluss auf den Darm

Viele wissenschaftliche Studien beschäftigen sich mittlerweile damit, in welcher Verbindung Darm und Hirn miteinander stehen. Der Darm verwandelt Nahrungsmittel die wir aufnehmen in Energie, bildet 2/3 des gesamten Immunsystems aus und produziert mehr als 20 eigene Hormone. Er leistet also enorm viel.

Jeder kennt Sprichwörter oder alte Volksweisheiten aus eigener Erfahrung. Wenn man verliebt ist, spricht man von „Schmetterlingen im Bauch“. Bei Stress, Ärger oder schlechten Nachrichten heisst es oft „das schlägt mir auf den Magen“. Bei einigen von uns ist der Auslöser für schlechte Laune „Hunger“.

Wenn man also nicht kann, wenn man eigentlich können sollen müsste hat manchmal auch die Psyche ihren Anteil daran. Ist der Darm im Ungleichgewicht hat das auch Auswirkungen auf unseren Seelenfrieden. In welchem Umfang – daran wird noch geforscht.

Veränderungen der Verdauungsfaktoren

Auch Veränderungen der Lebensumstände wie unter anderem Reisen, Ernährungsumstellung, Operationen, Medikamente, Bettlägerigkeit, oder Schwangerschaft können Einfluss auf die Verdauung und damit die Darmentleerung haben. Bei einigen aufgezählten Punkten ist dies meist nur vorübergehend der Fall. Auch Hämorrhoiden können verantwortlich sein für Verstopfungen, weil aufgrund von schmerzhaften Entleerungen der Stuhldrang absichtlich hinausgezögert wird.

Ab wann spricht man von Verstopfung?

Von Verstopfung redet man im medizinischen in der Regel, wenn man weniger als 3 Stuhlgänge in der Woche hat. Bei starkem Pressen beim Stuhlgang, bei klumpigem oder hartem Stuhl, beim Gefühl der unvollständigen Entleerung, bei manueller Unterstützung zur Stuhlentleerung (z.B. Einlauf), weicher ungeformter Stuhl nur unter Einnahme von Abführmitteln.

Und wann sollte ich sofort einen Arzt aufsuchen?

  • Bei Fieber
  • Abgang von Blut
  • Plötzliches Auftreten mit starken Bauchschmerzen
  • Plötzliches Auftreten und Anhalten über mehrere Tage
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Was kann ich selbst tun?

Natürlich kannst du mit der Ernährung eine leichtere Stuhlentleerung begünstigen. Gerade nach einer bariatrischen Operation ist dies nicht zu unterschätzen. ballaststoffreiche Kost hilft, das Stuhlgewicht zu erhöhen. Wenn dein Körper ballaststoffreiche Ernährung noch nicht gewohnt ist, stell langsam um. Bau nach und nach mehr ballaststoffreiche Lebensmittel (Vollkorn, Gemüse, Obst, Getreide, Kartoffeln) in deinen Speiseplan ein.

Den folgenden Nahrungsmitteln wird eine gute stuhlfördernde Wirkung zugewiesen:

·      Auberginen

·      Avocado

·      Blumenkohl

·      Chiccoree

·      Chia-Samen

·      Leinsamen

·      Flohsamenschalen

·      Weizenkleie

·      Pflaumen

·      Getrocknete Pflaumen   (eingeweicht)

·      Sauerkraut oder Sauerkrautsaft

·      Kaffee

·      Apfelsaft

·      Ananas

·      Haferflocken

·      Weintrauben

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Warum Flüssigkeit wichtig ist

Damit Ballaststoffe ihre Wirkung entfalten können, also die Steigerung des Volumens und damit auch des Stuhlgewichts, benötigen sie ausreichend Flüssigkeit um Quellen zu können. Du stellst deinem Darm genügend Flüssigkeit zur Verfügung, wenn du 1 – 2 Liter Wasser (am besten ohne Kohlensäure) oder ungesüssten Tee trinkst. Fehlt genügend Flüssigkeit, kann das zur Folge haben, dass der Stuhl trotz richtiger Ernährung trocken und hart ist.

Gerade bei Chia-Samen, Leinsamen, Haferflocken, Flohsamenschalen und Weizenkleie ist es besonders wichtig viel zu trinken. Auch beim Verzehr von Schokolade und Rotwein sollte immer genug getrunken werden, dass diese Lebensmittel für ihre „stopfende“ Wirkung bekannt sind.

Bewegung

Und natürlich ist es auch wichtig sich ausreichen zu bewegen. Nicht umsonst heisst es: „Nach dem Essen sollst du ruhn oder 1000 Schritte tun“ – Damit ist nicht etwas das Hinlegen nach einer Mahlzeit gemeint, sondern vielmehr, dass allzu grosse sportliche Betätigung nicht empfehlenswert ist, da der Körper noch nicht wieder voll leistungsfähig ist, da er ja noch mit der Verdauungstätigkeit beschäftigt ist. Gegen einen Spaziergang ist aber nichts einzuwenden.

Was ist nach allen Arten von Magenverkleinerungen zu beachten?

Ganz wichtig ist, dass du bei Unsicherheiten deinen behandelnden Arzt anrufst, die Situation schilderst und nachfragst. Am Wochenende und an Feiertagen kannst du auch direkt auf dem Notfall anrufen und Dein Problem schildern. Zu schnelles Essen, zu viel Flüssigkeit zum Essen oder das Schlucken ungenügend gekauter Nahrung kann es zu Schmerzen, Druckgefühl und Erbrechen kommen. Warte nicht zu lange und ruf direkt deinem Arzt oder im Spital an, wenn diese Beschwerden unabhängig davon wiederholen. Natürlich kannst du auch direkt vorbei gehen. Lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig. Weise am Besten gleich darauf hin, dass du eine Magenbypass-Operation hattest und wie lange diese her ist.

Nach Magenverkleinerungen kann es vermehrt zu Verstopfungen kommen. Gerade auch in der Anfangszeit. Der Körper benötigt Zeit zum Umstellen und sich in die neuen Abläufe einzufinden. Verstopfung ist deswegen wichtig zu vermeiden, da diese zu einem erhöhten Druck auf die Bauchhöhle führen. Das wiederum kann das Risiko die Entwicklung von Hernien und Hämorrhoiden sein.  Zur Unterstützung können dir am Anfang leichte Abführmittel helfen. Diese solltest du aber nicht dauerhaft einnehmen um eine Abhängigkeit zu vermeiden. Dein Arzt wird dich hierüber aufklären und dich beraten.

Auch wenn das Thema unangenehm ist gehört es auf jeden Fall angesprochen. Auch wenn es Mut und Überwindung kostet.

Wenn du noch mehr über das Wunderorgan Darm wissen möchtest, dann kann ich dir das Buch „Darm mit Charme“ von Giulia Enders empfehlen. Sie erklärt auf wunderbare und witzige Art und Weise die Vorgänge und Abläufe in diesem komplexen System.

Bis bald

Alex

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