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Heute starte ich mit einer kleinen Serie zum Haltbar machen. Dir ist sicherlich schon aufgefallen, dass ich in meinem Rezepten auch darauf hinweise, ob es zum Einkochen geeignet ist oder nicht. Weshalb ich gerne einkoche habe ich hier im Beitrag zur Vorratshaltung schon mal erläutert.

Heute geht es ums Einkochen / Einwecken an sich und welche Methoden es gibt, Lebensmittel haltbar zumachen.

Einkochen/Einwecken, Einmachen

Einkochen oder Einmachen schien eine Zeitlang in Vergessenheit geraten zu sein. Nun kenne ich als Landei das nicht anders. Schon als ich noch Kind war, war es normal, dass Obst in Form von Marmelade, Gelee oder Fruchtmus eingekocht wurde. Aber auch Gemüse wurde auf diese Art und Weise haltbar gemacht. Oder eingefroren. Wir hatten einen Garten in dem viele leckere Sachen wuchsen. Und es war schon toll auch im Winter noch Erdbeeren essen zu können 🙂 . Mal ganz ehrlich – selbstgemacht schmeckt halt schon viel besser wie gekauft.

Einkochen und Einmachen hat eine lange Tradition. Es war eine gute Möglichkeit Lebensmittel haltbar zu machen und damit Vorräte herzustellen. Erfunden wurde dieses Verfahren vor über 100 Jahren von Johann Weck. Das ist der Grund, warum auch von Einwecken gesprochen wird, wenn es ums Thema Einkochen geht.

Und was ist jetzt der Unterschied in den Methoden?

Beides ist eine Konservierungsmöglichkeit von Lebensmitteln. Beim Einkochen oder Einwecken werden Lebensmittel sterilisiert, in dem das Einkochgut in ein sauberes Glas gefüllt wird und unter Ausschluss von Luft in einem geschlossenen Topf erhitzt wird. Durch das Erhitzen entsteht ein sogenannter Überdruck, das sich Luft und Wasserdampf im Glas ausdehnen. Wenn das Ganze dann abkühlt entsteht ein konservierendes Vakuum, da sich Luft und Wasserdampf wieder zusammenziehen. Dieses Vakuum sorgt dafür, dass der Deckel des Glases luftdicht verschlossen bleibt. Somit können keine Keime ins Glas gelangen und den Inhalt verderben. Es ist dabei wichtig, dass die Angaben über die jeweilige Temperatur und die Kochdauer für das Einkochgut gut eingehalten wird.

Einmachen

Beim Einmachen werden die Lebensmittel zuerst gekocht und dann heiss in saubere Gläser gefüllt. Die geschlossenen Gläser stellt man eine Zeitlang auf den Kopf – dadurch entsteht das Vakuum. Bei Twist-off-Gläsern ist es wichtig, dass sich der Deckel nach dem Auskühlen nicht mehr nach innen drücken lässt.

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Die verschiedenen Einmacharten

Es gibt 4 verschiedene Arten Lebensmittel haltbar zumachen. Jede hat ihre Vorzüge und nicht jede ist für alle Lebensmittel gleich gut geeignet. Obst z.B. würde ich nicht in Essig oder Öl einlegen. Und Gemüse nicht unbedingt in einer reinen Zuckerlösung. Dennoch gibt es auch hier Variationen, bei denen süss und salzig gerne gemischt wird, wie z.B. in Chutneys.

Sauer Einmachen oder Einlegen

Hier wird ein Essig-Sud genutzt um das geputzte Gemüse zu konservieren. Er wird entweder heiss oder kalt auf das Einmachgut gegeben. Durch den heissen Essigsud wird das Gemüse etwas weicher. Anschliessendes einkochen sorgt dafür, dass das Gemüse leicht gegart wird. Diese Einmachart wird eignet sich z.B. für Mixed Pickels, Gurken, Zucchini, Perlzwiebeln, Kürbis, Linsen

Salziges Einmachen

Bei dieser Variante wird das Einmachgut mit einem stark salzigen Wassersud übergossen, der Wahlweise mit Kräutern oder Chili zusätzliche Geschmacksnuancen erhalten hat. Auch hier können die Gläser nachher kurz eingekocht werden. Diese Methode eignet sich z.B. für Salzzitronen.

Süsses Einmachen

Dazu wird das Einmachgut direkt mit Zucker oder Gelierzucker aufgekocht und noch heiss in die sauberen Gläser gefüllt. Eine andere Möglichkeit ist z.B. die Früchte direkt ins Einmachglas zu schichten und anschliessend mit einer warmen Zuckerlösung zu übergiessen und einzukochen. Aber auch selbstgemachte Flüssigkeiten wie z.B. Liköre zu konservieren fällt unter die Rubrik süss Einmachen. Genauso wie das Einlegen von Früchten in Alkohol. Diese Einmachart eignet sich z.B. für Marmeladen, Gelees, Kompott, Rumtöpfe, Liköre

Würziges Einmachen oder Einlegen

Für diese Art des Konservierens wird das Einmachgut in Öl eingelegt. Das Öl schliesst das Einmachgut luftdicht ab, wo durch dieses dann haltbar gemacht wird. Geeignet ist diese Methode für Pestos, Kräuter, Knoblauch, Chili, Paprika, Oliven, Tomaten, Artischocken oder Zucchini.

haltbar-machen-teil-1-einlegen-knoblauch-in-öl-basics-vegan-essakt

Vorschau

Das nächste mal geht es ums Gläser sterilisieren. Hier erkläre ich dir, warum das wichtig ist und welche verschiedenen Möglichkeiten du dazu hast.

Hast du es schon einmal ausprobiert? Welches ist deine liebste Einmachart? Wie waren deine Erfahrungen? Ich freu mich auf deinen Kommentar.

Liebe Grüsse

Alex

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