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Mr. Mini-Magen äussert seinen Missmut ganz gern in Form eines ausgewachsenen Dumping. Er zeigt mir relativ deutlich was ihm beliebt und was nicht. Zeitweilen kann der ganz schön zicken. Meistens dann, wenn ich mir entweder nicht genug Zeit genommen habe zum Essen. Aber auch dann, wenn ich die Zutatenliste nicht so genau angeschaut habe. In dem Fall wird mir der Zucker zum Verhängnis. Neuerdings aber auch ohne offensichtlichen Grund.

Was ist ein Dumping?

Dumping wird vom Englischen Wort „to dump“ – runterplumpsen abgeleitet. Unter einem Dumping-Syndrom versteht man eine Sturzentleerung von flüssiger und fester Nahrung vom Magen in den Dünndarm. Dies tritt häufig nach Operationen auf, bei denen der Magenpförtner – auch Pylorus genannt – entfernt wurde. Wie z.B. nach Gastric Bypass Operationen (Roux-en-Y-Bypass), Billroth-Operationen oder Whipple-Operationen. (Die letzten beiden Operationsmöglichkeiten werden meistens zur Geschwür-/Krebsbehandlung durchgeführt.) Das Dumping entsteht durch eine Störung der Reservoirfunktion des Magens, was dazu führt, dass sich der Mageninhalt zu schnell entleeren kann.

Man unterscheidet in zwei Arten von Dumping.

Frühdumping

Das Frühdumping tritt ungefähr 15 – 30 min nach dem Essen auf. Was dadurch bedingt ist, dass die Nahrung nicht lange genug im Magen bleibt. Dadurch erfolgt keine Vorverdauung und der Speisebrei gelangt somit also unverändert in den Dünndarm. Man spricht von einer sogenannten Sturzentleerung. Durch die fehlende Vorverdauung bedingt, fehlen die Verdauungsenzyme und es strömt Wasser in den Dünndarm. Das ist notwendig um die hohe Konzentration an einfachen Kohlenhydraten auszugleichen. Das benötigte Wasser wird dem Kreislauf entzogen. Bemerkbar macht sich das ganze z.B.

  • durch Schwindel
  • Schweissausbrüche
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Blässe
  • Frieren
  • Kopfschmerzen
  • Herzrasen
  • Völlegefühl
  • Ermüdbarkeit

Manchmal führt es auch bis zu einem Kollaps – also zu einer Bewusstlosigkeit ohne bleibende Schäden oder Beeinträchtigungen.

Spätdumping

Das Spätdumping hingegen tritt ungefähr 2 -3 Stunden nach dem Essen auf. Hier ist es so, dass durch fehlende Magenpförtnerfunktion (Pylorusfunktion) zu schnell zu viel Zucker (Glukose) in den Dünndarm gelangt. In Folge dessen steigt der Blutzuckerspiegel innert kürzester Zeit stark an. Das wiederum führt dazu, dass die Bauchspeicheldrüse sehr viel Insulin ausschüttet. Dieses braucht der Körper um den Zucker zu verdauen. Nachdem nun der Zucker verdaut wurde ist allerdings noch Insulin übrig und der Körper ist dadurch „unterzuckert“. Man spricht auch von einer Hypoglykämie. Bemerkbar macht sich das z.B.

  • durch Zittern
  • Schwindel
  • Herzklopfen
  • Schweissausbrüche
  • Schwäche
  • Konzentrationsstörungen
  • Bewusstseinseintrübungen
  • Heisshunger 

Durch welche Lebensmittel?

Zucker, Süssspeisen und Milch stehen auf der Liste von Lebensmitteln die ein Dumping auslösen können sehr weit oben.

Da aber jeder Mensch anders reagiert, heisst das auch, dass diese Lebensmittel bei mir ein Dumping auslösen können und bei dir nicht. Jeder hat andere Lebensmittel auf die er reagiert. Oder im besten Fall gar nicht.

Ich reagiere z.B. sehr stark auf zucker- und stärkehaltige Lebensmittel. Ich trinke viel Wasser und ungesüssten Tee. Dadurch kann ich ein Dumping recht gut umgehen. Kekse und Kuchen mache ich vorwiegend selbst. Natürlich habe auch ich Situationen in denen ich nicht auf selbst gemachtes zurückgreifen kann. Dann nehme ich die Light Varianten oder verzichte ganz.

dumping-milch-zucker-essakt-vegan

Sonstige Einflussfaktoren

Nun ist Mr. Mini-Magen sehr empfindlich. Gut das war der „grosse Magen“ vorher auch schon. Es kommt schon sehr auf die Tagesform an. Was er gar nicht ausstehen kann ist Stress – egal in welcher Weise. Er quittiert mir solche Situationen wie Eingangs schon erwähnt sehr gerne mit einem Dumping. Und da kann es auch sein, dass er Nahrungsmittel die er bisher gut vertragen hat, überhaupt nicht verträgt. Oder seine neueste Masche: Er signalisiert von Anfang an das heute nicht viel von ihm zu wollen ist. Das heisst für mich, dass ich einen Flüssigtag einlege. Mit Suppen und Smoothies kommt er eigentlich ganz gut klar.

Signale wahrnehmen

Hör auf deinen Bauch. Du bekommst sehr schnell ein Gefühl dafür was gut geht und was nicht. Lass dich durch ein Dumping nicht entmutigen. Ein Dumping ist sicher nicht unbedingt das was man sich wünscht und auch nicht gerade das was man braucht. In einigen Situationen einfach auch absolut unpassend. Aber die Welt geht davon nicht unter.

Hast du schon ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie versuchst du ein Dumping zu vermeiden? Ich bin gespannt von euch zu lesen.

Bis bald

Alex

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